Cross Cup Syke am 27.09.2020

Bericht vom 11.10.2020 (Ralf Winkelmann)
Neues Terrain für Norder Triathleten
Tina Meyer und Cox Wolken starteten beim Cyclo-Cross Rennen in Syke


[Bericht Tina Meyer]

Neues Terrain für Norder Triathleten

Tina Meyer und Cox Wolken starteten beim Cyclo-Cross Rennen in Syke

Man darf zugeben, dass der Start der beiden Norder Triathleten zum ersten Lauf des Weser-Ems-Cross-Cup, dem Corona-Lockdown im Frühjahr zu verdanken war. Während dieser Zeit erkannten Tina und Cox ihre Liebe zu den neuen Cross-Rennrädern, die im Gegensatz zu üblichen Straßenrennern mit einem gröberen Reifenprofil und robustem Schaltwerk ausgestatten sind. Ab da war kein Wald, Moor oder Kuhwiese mehr vor den beiden zwei Wilden sicher und täglich wurden neue Wege in den umliegenden Wäldern entdeckt. Auch den Sommer über, wenn es viele Rennradfahrer auf die Landstraßen Ostfrieslands zieht, fuhren Cox und Tina lieber über die vielzähligen Schotter- und Wirtschaftswege und lernten ostfriesische Bauernhöfe kennen. 

Im Sommer kam dann der Tipp aus der ostfriesischen Radszene zur Weser-Ems-Cross-Serie. Tina war von Anfang angetan von dieser Serie und grübelte schon länger mit den Gedanken an den Start zu gehen.  Auch bei Cox brauchte es kein langes Überreden und die beiden starteten am 27. September beim ersten Lauf in Syke, der vom RSV Bruchhausen-Vilsen ausgerichtet wurde. 

Ein Cyclo-Cross Rennen ist kurz, dreckig und verdammt anstrengend. In nur 30 Minuten in der Hobbyklasse, wir versucht so viele Runden wie möglich zu fahren bis der/die Erste durchs Ziel ist. Gestartet wir nach Leistungs- bzw. Altersklassen in Männer- und Frauenstarts. Nach dem Startschuss geht’s mit Vollgas auf die Strecke um sich eine gute Position im Feld zu belegen. Die Strecke in Syke war vielseitig und technisch anspruchsvoll. Nach einem kurzen Antritt durchs Gewerbegebiet ging es auf einen Kurvenkurs über eine Wiese mit vielen kleine Hügeln, welche technischen Können und gute Kurventechnik erforderten. Auf den folgenden Wanderweg waren zwei Hindernisse, mit 30cm hohe Querbalken im Abstand von 3 Metern eingebaut, die die Profis mit einem geschickten Bunny Hops übersprangen. Cox und Tina wählten die sichere Variante, ausklicken, absteigen, Rad greifen, rüber springen und schnell wieder aufs Rad. Im Wald ging es stetig bergauf, über weichen Boden und Wurzeln, diesen Teil empfand Tina als anstrengend von allem. Der Weg bergab machte am meisten Spaß, über zwei ausgebaute Schikanen und matschigen Waldboden die Ideallinie zu finden und nur nicht zu ängstlich fahren. Der Rückweg zum Start führte wieder über Hindernisse bei denen wieder eine routinierte Technik mit Überspringen oder Absteigen den entscheiden Zeitvorteil gab. Am kräfteraubendsten waren die hohen Hügel, die mit jeder Runde weiter ausgefahren waren. Da war es auch keine Schande abzusteigen und das Rad hoch zu tragen. Kurz vor Rundenende erforderte eine kurze Abfahrt über sandigen Grund nochmal fahrerisches Geschick. Insgesamt wurden ca 4 Runden a ca 2,2 km gefahren. Tina belegte den 5. Platz in der Frauenwertung und Cox den 6. Platz in der +50 Männerwertung. 

Das Fazit von Cox: Für einen Triathleten, der sonst für Langtrecken trainiert, stellte das super kurzweilige Cross-Rennen ganz neue Herausforderungen an die Radkontrolle. Cox wird vor allem weiter an seiner Kurventechnik feilen. Das Fazit von Tina: Die Beine sind 30 Min unter Volldampf, die durch die vielen kleinen Anstiege fast platzen. Tina wird weiter ein ihrer Zähigkeit arbeiten und ostfriesische Deiche bezwingen. 

Für beide steht fest, den Spaß lassen sie sich den Winter über nicht entgehen und sind beim nächsten Rennen wieder am Start. Bis dahin wird fleißig der Bunny Hop geübt.


Bilder zum Bericht: