Challenge Roth: Erste Langdistanz für Matthias Heinken

Bericht vom 02.07.2018 (Günther Oldendorf)
Neue Distanz, neue Erfahrung!
3,8 Kilometer schwimmen im Main-Donau Kanal, 180 Kilometer durch die fränkische Hügellandschaft Rad fahren und zum Schluss noch einen Marathon laufen. Zum ersten Mal stellte sich Matthias Heinken einer Langdistanz beim Triathlon-Abenteuer in Roth.


Ein Jahr ist es schon her wo ich mich entschieden habe mich bei der Challenge Roth der Herausforderung der Triathlon Langdistanz zu stellen. Vier Monate später startete ich bereits im November mit dem gezielten Training. Motiviert durch starke Testwettkämpfe beim Duathlon in Alsdorf und Weyhe sowie einem Halbdistanztriathlon in Limmer ging es am Freitag den 29.06 ins Frankenland. Dort angekommen erst mal in die Stadt Roth rein und die Startunterlagen holen und natürlich noch kurz über die dortige Messe schlendern, WOW die haben hier ganz schön was aufgebaut.
Samstag hieß es dann nochmal alles einmal kurz durchgehen, das sogenannte "Anschwitzen" also kurz einmal in den Rothsee hüpfen, einmal kurz aufs Rad springen und dann noch einen kleinen Abschlusslauf am Kanal, morgen geht’s hier ins kühle Nass. Jetzt kann das Rad und die Wechselbeutel in der Wechselzone in Hilpoltstein abgegeben werden. Alles ist bereit für den längsten Tag. Jetzt noch eine ordentliche Portion Nudeln und dann ging es früh zu Bett.
Bereits um 3:30 Uhr am Sonntag klingelte der Wecker zum Frühstück. Heute ist es soweit, es ist Raceday! Gut gestärkt ging es zum Schwimmstart. Noch die Liebste verabschiedet und ab zum Einschwimmen ins Wasser. „One minute to go!“ schallt es über das Gelände, es ist 6:44 Uhr, dann fiel mit einem lauten Kanonenknall der Startschuss.
Das Wasser war am Kochen, ich versuchte zügig aus dem Gewusel herauszukommen und konnte schnell in meinen Rhythmus finden. Am Ufer und auf der Brücke standen bereits tausende Zuschauer die einen Anfeuerten. Nach zwei Wenden auf der 3800m langen Schwimmstrecke kam der Schwimmausstieg. Die erste Disziplin wäre geschafft und das schon nach 1:01:22h, für mich verdammt schnell und sehr motivierend. Jetzt schnell das Rad schnappen und aus der Wechselzone schieben.
Auf der folgenden 180Km langen Strecke durch das Frankenland galt es 2 Runden von je 90Km zu bewältigen. Tausende Zuschauer am Rand und  in den Stimmungsnestern in  den Städten trieben mich immer weiter. Dann der berühmte "Solarer Berg". Die Zuschauermassen dort haben einen den Atem geraubt und den Berg geradezu vergessen lassen. Ein Erlebnis das man nicht in Worte fassen kann.
Nach dem längsten Part des Triathlons ging es in Richtung Roth zur zweiten Wechselzone. Nach einem starken Rad-Split in einer Zeit von 4:59:54h konnte ich gerade noch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36km/h erreichen. Kaum runter vom Rad kamen die Helfer schon entgegen und nahmen es mir ab. Weitere Helfer reichten mir meinen Beutel mit den Laufschuhen und im Zelt konnte ich einen rasanten Wechsel hinlegen, der wie sich nach dem Rennen herausstellte mit 1 Minute und 4 Sekunden der schnellste des Tages war. Der Sieger des Rennens, der Profi und Ironman Hawaii 2014-Gewinner benötigte 9 Sekunden länger ;-) 
Nun ging es auf den abschließenden Marathon Lauf, noch dazu mein allererster Marathon. In der prallen Sonne ging es zu Anfang in Richtung Kanal wo auch geschwommen wurde. Dort musste man bereits mehr als die Hälfte des Marathons absolvieren. Ganz wichtig, immer trinken und essen zu sich nehmen und den Körper mit Wasserschwämmen kühlen. Danach ging es wieder Richtung Roth. Es wird immer Härter und die Steigungen auf dem Weg nach Büchenbach haben es mir nicht gerade leichter gemacht. Doch die unzähligen Zuschauer am Rand haben einen immer Weitergetrieben. Endlich in Büchenbach angekommen musste ich nur noch zurück nach Roth ins langerwartete Ziel laufen, also noch einmal Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Und dann kam es auch schon man hörte schon lange vorher das Jubeln der Zuschauer. Ein unbeschreiblicher Zieleinlauf in dem stimmungsvollen Stadion machten diesen Tag unvergesslich. Mit einer Gesamtzeit von 9:42:58h war ich Glücklich und zufrieden und ziemlich fertig als 174er im Ziel angekommen. Mit insgesamt 3400 Einzelstartern und 650 Staffeln ist die Challenge Roth die größte Sportveranstaltung Bayerns und mit über 250.000 Zuschauern eine der Stimmungsvollsten Wettkämpfe weltweit. Auch ohne die gut 7000 Helfer wäre diese Veranstaltung wohl nicht das was sie ausmacht. Das war  mein "Längster Tag" und mit Sicherheit nicht mein letzter.

Bilder zum Bericht:


 


 


 


 


 

 

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