Rad am Ring 2015

Bericht vom 28.07.2015 (Günther Oldendorf)
Am vergangenen Wochenende brach am Freitagnachmittag ein 4-Mann-Team auf, um in der Eifel beim 24 Stunden-Radrennen dabei zu sein.

[Bericht: Matthias Heinken]

Das Team bestehend aus André Meyerhoff, Michael Ihmels, Gerhard Wolken(Cox) und Matthias Heinken hatte sich auf den Weg zum Nürburgring gemacht, um sich dort der Herausforderung zu stellen, innerhalb von 24 Stunden die Nordschleife des Nürburgrings so oft wie möglich zu durchfahren.


Bei schönstem Wetter sind wir angekommen, doch dies sollte sich schnell ändern. Zum Abend hin frischte der Wind auf, gefolgt von starkem Regen. Dieses Wetter hielt auch bis zum nächsten Tag. Trotzdem bereiteten wir uns auf den Wettkampf vor. Doch bald folgte über den Radiosender des Nürburgrings die Info, dass der Start aufgrund der Wetterlage um drei Stunden verschoben wird.  So ein bisschen Wind konnte uns Küstenbewohner aber nicht davon abhalten, mal kurz auf das Rad zu steigen und zumindest mal eine Runde zum Warmfahren zu absolvieren.
Wieder angekommen am Wohnmobil und voller Vorfreude auf dem baldigen Start kam dann die nächste schlechte Nachricht. Der Start wurde erneut um vier Stunden verschoben.
Nach langem Warten war es dann endlich soweit, das Wetter hatte sich beruhigt, es wurde gestartet, Michi sollte den Anfang machen. Nach einer schnellen Runde wurde fix die Flasche mit dem Transponder an Matthias übergeben, anschließend an Gerd und weiter an Andre. Kaum war man durch und umgezogen, hatte kurz was gegessen, schon musste man sich wieder fertig machen und wieder in die nächste Runde.
Alles klappte reibungslos, das Team hatte einen guten Rhythmus gefunden und die Runden flogen nur so dahin. Auch André, der am Vortag noch etwas angeschlagen war, meisterte die Runden mit Bravur. Mit ein paar technischen Problemen an der Schaltung hatten viele von uns zu kämpfen, aber auch das hat uns nicht aufhalten können.


Jetzt mal zur Runde:

Es war ein Wahnsinns Gefühl den anspruchsvollen Kurs mit seinen 26 Kilometern, unzähligen Kurven und 530 Höhenmetern pro Runde zu absolvieren. Zunächst ging es mit ein paar Wellen in ein Gefälle, wo man auf der sogenannten Fuchsröhre schon mal auf 87 Stundenkilometern kam und gut aufpassen musste, dass man die Kurven richtig nimmt. Gleich darauf folgte dann der 4,5 Kilometer lange Anstieg zur berüchtigten hohen Acht, wo alle zu kämpfen hatten und sehr viele Teilnehmer ihr Rad schieben mussten. Doch wir konnten allesamt unser Rad ohne Absteigen noch oben bringen. Danach gab es wieder einige Wellen auf und ab und dann war man auch schon wieder beim Wechselpunkt.
Einen ganz besonderen Nervenkitzel hatte die Fahrt der Runde in der Nacht. Bei völliger Dunkelheit konnte man sich nur an den Rücklichtern der Vordermänner orientieren und konnte so den Verlauf der Strecke erahnen. Ein unglaubliches Lichtermeer hatte sich auf der Strecke gebildet.
Mit einem herrlichen Sonnenaufgang über der Eifel brach der nächste Tag an. Bis 13:00 Uhr wurde gefahren. Die Letzte Runde durfte dann Matthias noch fahren, der noch immer nicht genug hatte.
Nach 17 Stunden statt der ausgeschriebenen 24 Stunden Wettkampf hatten wir dann insgesamt 19 Runden absolviert und sind alle gemeinsam ins Ziel gefahren. Damit haben wir einen großartigen 85. Platz von insgesamt 611 Teams errungen und jede Menge neue Erfahrungen gesammelt.
Jetzt noch schnell Duschen und alles einpacken, noch einen Happen zu sich genommen, gingen wir noch zur Siegerehrung und anschließend auch schon Richtung Heimat.
Alle waren müde aber auch glücklich und stolz über die eigene und vor allem über die Leistung des Teams. Das war echt ein Wahnsinns Wochenende welches lange in Erinnerung bleiben wird und hoffentlich nochmal so oder so ähnlich wiederholt werden kann, denn wir haben noch nicht die 24h gefahren und wollen dies noch unbedingt nachholen.

Aktuelle Termine:

Lauftreff:
28.06.2019, 18:00 - 28.06.2019, 19:30:
Fuchsienlauf Ihlow 28.06.2019